„Man Dürfte doch theoretisch hier bei Schummeln oder?“

Einfach mal präventiv nachfragen, ob man beim WhatsApp SIM Voting schummeln darf. Weil man es kann 🙂

123recht

Quelle: 123recht.net
Quelle 2: justanswer.de

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??? und das Geheimnis der Slotmachine

Derzeit laufen drei Slotmachines bei Facebook, bei Nebulus, emmi-dent und Kostümpalast:

  1. https://www.facebook.com/Kostuempalast/app_163528570524916
  2. https://www.facebook.com/emmidental/app_1411857929031548
  3. https://www.facebook.com/nebuluskollektion/app_255725307962458

Schnell machte das Gerücht die Runde: Da gewinnen doch NUR diesselben Leute!

Diesem Gerücht wollten wir, Justus, Peter und Bob auf den Grund gehen und haben in unserem geheimen Wohnwagen in einem aufwendigen Verfahren die Gewinnerlisten ausgewertet:

slotmachine_statistik_ano

 

Beispiel Nebulus (gleicher „Hintername“):

ano

Beachtlich! Drei Leute haben es tatsächlich geschafft, bei allen drei Slotmachines abzusahnen, zehn bei immerhin jeweils zwei. Und dass, obwohl es bei einer bisher gerade 14 Gewinner gibt und täglich hunderte, wenn nicht gar tausende User mitspielen.

Erstaunlich auch die Häufung der Nachnamen: Fast jeder ist mindestens 2x vertreten, ein Familienname sogar 5x.

Zufall? Absicht? Man weiß es nicht. Die Unternehmen weisen derzeit jeden Fehler von sich.

HitchcockJunge Freunde, da ist etwas faul! Habt ihr schon überprüft, ob die Mehrfach-Gewinner vielleicht etwas wissen, das ihr nicht wisst…? Die Einstellungen der Slotmachine könnten eine heisse Spur sein!

TO BE CONTINUED…

UPDATE 14.10.

Und damit man jetzt nicht mehr erkennen kann, wer gewinnt, werden die Gewinner nur noch mit ihren Initialen angegeben. Also zum Beispiel A.D.
Gaaanz toll 😦

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Gekaufte Votes vs. Votes von Freunden

Ich werde nach dem Voting bei Blume2000 wieder oft angesprochen, woran man sehen kann, ob Votes gekauft wurden oder von „Freunden“ stammen (ob das jetzt tatsächlich Freunde, Familie etc. oder die altbekannten „Klickschafe“ sind,  spielt hierbei keine Rolle!).

Gekaufte Votes

Nun kann ich auch nicht hellsehen, aber man kann gekaufte Votes sehr leicht erkennen. Es gibt ja zwei Sorten von Votings:

  1. über „Gefällt mir“-Klicks
  2. über Apps / selbstprogrammierte Seiten

Der 1. Fall ist schnell abgehandelt: Wenn die Profile der Voter allesamt aus Fernost bzw. Asien (vorrangig), manchmal auch USA oder Afrika stammen, dann sind sie gekauft. Ende, aus die Maus.

Im 2. Fall können andere User die Voter und deren Profile nicht einsehen. Was man allerdings sehen kann, ist die Taktung, also die Zeiträume, in denen Votes eingehen. Wenn Stimmen gekauft werden, werden diese in der Regel nicht manuell abgegeben, besonders, wenn es sich um mehr als, na sagen wir mal 100, handelt. Dafür wird ein Bot aufgesetzt, der die Stimmen abgibt und dieser läuft dann ein paar Stunden durch. D.h. es werden in einem gewissen Zeitraum sehr viele Stimmen in einer Taktung, zum Beispiel jede Minute eine, abgegeben. Und danach herrscht: Ebbe. Es kommt für Stunden oder Tage keine einzige Stimme mehr hinein.

(Besonders auffällig ist es auch, wenn hunderte von Votes in der Nacht aufschlagen, also dann, wenn man in Europa gerne schläft. In Fernost oder den USA natürlich nicht.)

Wenn man hingegen Freunde nach Stimmen anschreibt, kann man nicht beeinflussen, wann gevotet wird. Die meisten Stimmen kommen sicher zeitnah, aber auch nach dem ersten Ansturm werden die folgenden Tage immer noch Stimmen „hereintröpfeln“. Man kann auch sehr sicher sein, dass am Sonntag Abend ab 20:15 Uhr nicht mehr viel gevotet wird, weil dann die Allgemeinheit Tatort guckt 🙂

Als Veranstalter kann man auch schlicht und ergreifend die Datenbank auswerten und über die IP Adresse Profile, die nicht aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz stammen, entfernen. Dann bleiben evtl. nur 2 Stimmen von Tausenden übrig 🙂

Man kann hier in diesem Screenshot sehen, wie eine solche Auswertung in etwa aussieht.

Übrigens liegen die Preise für 500 Votes derzeit bei etwa 5$. Man denke sich den Rest.
(Es wird in Beiträgen zu Votings immer noch gerne mit „Stimmen werden bei eBay gekauft“ argumentiert. Das ist mittlerweile Blödsinn, denn die Angebote bei eBay können mit den Seiten aus Indien etc. schon ewig nicht mehr mithalten. Man KANN sich zwar theoretisch Stimmen aus Deutschland kaufen, aber das rechnet sich im Endeffekt nicht mehr und dank Paypal, Moneybookers usw. ist das ja alles kein Problem.)

Die Frage „Hat ein Votinggewinner, der Stimmen kauft, überhaupt einen Preis verdient?“ ist schwer zu beantworten. Ich würde sagen: Nein, denn das hat mit „Abstimmung“ oder „Fotowettbewerb“ so rein gar nichts mehr zu tun.
Als Unternehmen hat man, wenn man Teilnehmer aus diesem Grund disqualifiziert, nichts zu verlieren. Bis dato hat noch kein einziger geklagt 🙂 Aber man sollte einen solchen Fall auch immer in den Teilnahmebedingungen ausschließen.

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Die schönste Blume im Voting

Warum Votings total unsinnig sind, zeigt derzeit Blume2000.

Eigentlich soll ja bei diesem Voting (Link zur App) das schönste Blumenbild gefunden werden. Tatsächlich ist daraus der absurde Wettbewerb „Wer kann die meisten Stimmen kaufen“ geworden. Hier einige Screenshots der beiden Führenden, entstanden in einem Zeitraum von 16 Stunden, von Samstag Abend bis Sonntag Morgen:

blume2000blume2000 blume2000 blume2000

Platz 1: 2096 | 2216 | 2763 | 2996
Platz 2: 1627 | 1857 | 2306 | 2586

Beide haben also ca. 1000 Stimmen dazubekommen. Garantiert NICHT gekauft. Gaaanz sicher nicht 😉

UPDATE – der weitere Verlauf am Sonntag:

blume2000blume2000

blume2000blume2000

ENDSTAND:

endstand

Sehr schön der Kommentar dazu von einem erbosten Kerlchen aus Bangladesh (Betreiber von BuyFastContestVotes) und die Erklärung der Zweitplatzierten:

blume2000

Aha. Das grooosse Netzwerk votet also fleissig. Anhand der Statistik der Facebookseite kann man auch schön sehen, wo dieses Netzwerk beheimatet ist – nämlich in Dhaka, Bangladesch:

blume2000

Neu ist, dass man selbst mit tausenden von Klickschafen in der Freundesliste keine Chance mehr hat, gegen gekaufte Stimmen zu gewinnen. Liegt mit Sicherheit daran, dass die Preise für Votes sinken, da es in Indien / Bangladesh etc. mittlerweile als lukratives Geschäft betrieben wird und Stimmen bei Bedarf immer in 100 / 1000 Blöcken nachgekauft werden können. Bei Apps sind bis zu 10.000 Votes von unterschiedlichen Facebook-Profilen möglich!

Traurig, dass Blume2000 diese Farce nicht abgebrochen hat, sondern stattdessen mit einer Spiegelreflexkamera von Canon (EOS 700D) belohnt. Die Teilnahmebedingungen hätten es hergegeben:

„Der Veranstalter behält sich vor, diese Teilnahmebedingungen jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu ändern, insbesondere soweit dies aufgrund höherer Gewalt oder äußerer, nicht durch den Veranstalter zu beeinflussender Umstände erforderlich sein sollte oder, wenn nur so eine ordnungsgemäße Durchführung des Gewinnspiels gewährleistet werden kann.“

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teramobile.de – vielleicht wäre das was für dich?

Immer wieder schön: Verlosungen von Handyanbietern.

Neuerdings werden die Teilnehmer sogar handverlesen eingeladen:

teramobile sylke

(Link zum Beitrag)

Und nun das Quiz des Tages: Wer hat wohl gewonnen bei teramobile.de?

teramobile samsung gewinner

 

(Link zum Beitrag)

Riiiichtig! Die Tante (!) des Mitarbeiters. Und was für ein Service:

Wir freuen uns für Dich. Und weil wir uns so freuen, bringen wir es Dir persönlich vorbei. Juchu!

Juchhu! 🙂 (Ich befürchte allerdings, für mich ist teramobile.de eher nichts.)

teramobile.de hat inzwischen eine Erklärung abgegeben:

Wir haben 1998 Gewinnspielteilnehmer akribisch auf kleine Zettel geschrieben, zusammengerollt, in einen Topf geworfen und von einer unabhängigen Person einen Zettel herausziehen lassen. Das Los hat entschieden, nicht wir. Es tut uns leid für alle, die enttäuscht sind, aber so sind Gewinnspiele.

1998 handgeschriebene Zettel? WTF? Ich habe um ein Foto von diesen Zetteln gebeten, da teramobile.de damit das Fleisssternchen des Jahres verdient hätte. Leider wurde meine Nachfrage bisher ignoriert :-/
Kleines Detail am Rande: Die Gewinnspielapp wurde übrigens mit shortstack.com erstellt, die auch eine random Gewinnerziehung anbieten (http://www.shortstack.com/features/).
Wieso schreibt um Himmels Namen jemand 1998 Zettel per Hand?!

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TV und Notebook Lagerverkauf – Facebook-Abzocke im großen Stil

TV Lagerverkauf – Ein Marken-Fernseher für 29 EUR!

Na, wer möchte das – gerade zur WM – nicht 😉

TV Lagerverkauf B2B

Link zum „empfohlenen Beitrag“

Abgesehen davon, dass bei solchen Kampfpreisen schon alle Alarmglocken läuten sollten, ist an diesem „empfohlenen Beitrag“ gleich eines auffällig: 20 Kommentare wurden abgegeben, aber nur 4 werden angezeigt – sprich, es wird eifrig gelöscht.

Und wenn man mal einen Blick auf die Profile der vier schwer begeisterten, verbliebenen Kommentatoren wirft…

tvl1 tvl2 tvl3 tvl4

… merkt man schnell, dass die Profile schlicht und ergreifend gefakt sind:

Alle sind im selben Stil aufgebaut (Profilbild, das eine „echte“ Person zeigt, Angabe von Arbeitsstelle, Studium, letzte Aktivität: „Heimatstadt hinzugefügt“ und ansonsten ist das Profil leer.).
Der Nutzername (rechts oben in rot) stimmt nur in einem Fall mit dem „echten“ Namen überein. Und beim letzten Profil, das vermutlich gekapert wurde, ist sogar noch ein grober Schnitzer unterlaufen: Das vorherige Profilbild wurde nicht gelöscht und es zeigt eine Frau 🙂

Sehr schön auch das Eigenlob beim Ableger Notebook Lagerverkauf (s. Update 1.7.2014):

nbl

Da hatte man wohl vergessen, sich umzuloggen 🙂 Was auch die Frage beantworten könnte, wer denn hinter den „Jubelperser-Profilen“ steckt…

Ziemlich dilettantisch, aber leider trifft hier die alte Weisheit zu: Gier frisst Hirn.

Wenn ihr wissen wollt, was genau hinter dieser Abzocke der B2B Technologies Chemnitz GmbH, vormals JW Handelssysteme GmbH (vormals Melango GmbH)  steckt, empfehle ich diesen Artikel von Mimikama.at. Denn am Ende gibt es keinen Fernseher, sondern ein wertloses 2-Jahres-Abo für günstige 480 EUR.

Eine Frage bleibt noch offen: Wenn man sich tatsächlich B2B registriert UND auch das Jahresabo bezahlt – bekommt man dann tatsächlich Fernseher zum Dumpingpreis?! Die Antwort gibt es hier.

Weitere Links zum Thema: 


UPDATE 1.7.2014: Weiterlesen

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Werde Märchenerzähler (äh, WäscheMeister)

Auf der Facebook-Seite von Bauknecht wurde zu einem Wettbewerb aufgerufen: Werde WäscheMeister!

Bauknecht sucht den Wäschemeister

Aufgabe: Ein Bild plus Text von einer „Wäschepanne“ einreichen.

bauknecht wäschemeister

Immerhin cancelte Bauknecht zeitnah das geplante Voting und setzte eine Jury ein:

Aus den Teilnahmebedingungen

Alle zum Jury-Entscheid zugelassenen Teilnehmer, haben eine einmalige Chance zum Gewinn des Hauptgewinns. Die Entscheidung darüber erfolgt durch das Urteil der von Bauknecht festgelegten Jury […]
Die Bestimmung des Gewinners wird über ein Bewertungssystem erfolgen, bei dem die Blogger für maximal 20 vorausgewählte Beiträge jeweils zwischen einem und drei Punkten vergeben können.

Am 2. Juni bestimmt die Blogger-Jury, bestehend aus Franziska Schmidt (Modern Snowwhite), Milos Willing (Trendlupe) sowie Jakob Haupt und David Roth (Dandy Diary), die Teilnehmer mit den kreativsten, außergewöhnlichsten oder lustigsten Beiträgen.

Wer die 20 Beiträge „vorauswählte“, ist leider nicht ersichtlich. Hier nun der ultimative Gewinnerbeitrag, der eine Reise nach Brasilien gewonnen hat:

„Ich war doch so stolz, dass ich es geschafft hatte, das Eishockeytrikot meines Mannes mit viel Hausfrauenpower endlich von den komischen, undefinierbaren, schwarzen Flecken befreit zu haben, um dann zu erfahren dass das eine Spielerunterschrift seiner Lieblingsmannschaft war, welche er mit viel Mühe & Einsatz erlangen konnte 😦 Seither nennt man mich auch die Katastrophenhausfrau :D“

Foto der Wäschepanne oder des besagten Trikots? Fehlanzeige. Stattdessen eins der Einreicherin in Putzmontur. Hm ja, schade eigentlich. Nichts gegen die Geschichte, aber im Teilnahmeformular stand eindeutig: “ „Lade hier im ersten Schritt ein Bild deiner Wäschepanne hoch.“

Einen Tag später wurden dann die 11 Gewinnerbeiträge bekanntgegeben, die jeweils eine Waschmaschine bzw einen Trockner gewonnen haben. Und da war nicht nur ich leicht entsetzt…:

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